Urheberrecht

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Urheberrecht2014-05-04T21:13:15+00:00

Das Urheberrecht schützt die Hervorbringer (Urheber) von Geisteswerken gegen die Entstellung und gegen die wirtschaftliche Ausbeutung ihrer Werke. Die Berechtigung zur Geltendmachung des Urheberrechts entspringt nicht aus dem Werk selbst, sondern steht nur dem Urheber zu. Auch die Erben des Urhebers werden durch das Urheberrecht innerhalb bestimmter zeitlicher Grenzen geschützt.

Durch das Urheberrechtsgesetz sind Urheber von Werken der Literatur, Wissenschaft und Kunst geschützt (§ 1 UrhG). Welche Werke geschützt sind, ergibt sich aus § 2 UrhG: Zu den geschüzten Werken gehören insbesondere Sprachwerke (Schriftwerke, Reden, Computerprogramme) sowie Werke der Musik, Werke der bildenden Künste, Lichtbildwerke, Filmwerke und Darstellungen wissenschaftlicher oder technischer Art. Erforderlich ist immer, dass es sich um persönliche geistige Schöpfungen handelt (§ 2 Abs. 2 UrhG). Von einer persönlichen Schöpfung kann nur gesprochen werden, wenn das Werk auf einer menschlich-gestalterischen Tätigkeit des Urhebers beruht. Es muss sich als Ergebnis des individuellen geistigen Schaffens des Urhebers darstellen.  Das Werk muss darüber hinaus sinnlich wahrnehmbar sein.

Durch das Urheberrecht werden neben dem Urheberpersönlichkeitsrecht des Urhebers (u.a. Schutz gegen Entstellung des Werkes) insbesondere dessen wirtschaftliche Interessen an seinem Werk geschützt. Nur in seltenen Fällen wird es dem Urheber lediglich um die Verbreitung der eigenen Gedanken gehen. Regelmäßig wird er zumindestens auch einen wirtschaftlichen Nutzen an seiner geistigen Arbeit anstreben.

Das Urheberrecht wird heute nicht mehr alleine von einzelnen Künstlern in Anspruch genommen, vielmehr befassen sich ganze Industriezweige mit der kommerziellen Herstellung von Werken. Beispiele für die stark arbeitsteilige Herstellung von Werken sind z. B. Comics oder Zeichentrickfilme, an denen zahlreiche Künstler und Autoren mitarbeiten.

Der Urheber soll dem Grundgedanken des Urheberrechts folgend überall dort finanziell am Erfolg seines Geisteswerkes beteiligt werden, wo aus diesem wirtschaftlicher Nutzen gezogen wird.

Rechtsdurchsetzung

Zur rechtlichen Geltendmachung seiner Interessen seiner Rechte aus dem Urheberrecht stellt der Gesetzgeber dem Urheber verschiedene Instrumente zur Verfügung. Diese sind in erster Linie Ansprüche auf Unterlassung und Schadensersatz gemäß § 97 UrhG. Voraussetzung eines Anspruches ist zunächst immer die Verletzung eines urheberrechtlich geschützten Werks gemäß § 2 UrhG. Schadensersatz kann nur verlangt werden, wenn der Verletzer vorsätzlich oder fahrlässig gehandelt hat. Die Berechnung der Höhe des Schadensersatzes erfolgt gewöhnlich im Wege der sog. Lizenzanalogie.

Beispiele für die Verletzung fremder Urheberrechte sind z. B. die Verwendung fremder Fotos in Internetangeboten oder der illegale Download von Musikwerken über Internettauschbörsen.

Herr Rechtsanwalt Armin Geiger, LL.M. (Urheber- und Medienrecht) unterhält einen Kanzleisitz in Ludwigsburg, berät darüber hinaus aber auch bundesweit über Telefon, Email, Fax, Skype und Post. Er vertritt Verbraucher und Unternehmer in den Rechtsgebieten Internetrecht, Urheberrecht, Medienrecht, Persönlichkeitsrecht, Wettbewerbsrecht und Markenrecht.

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